Presseerklärung zur extremen Hitze
Seniorenvertretung Innenstadt fordert: Öffnet die Museen, die Kirchen und andere kühle Öffentliche Räume in der Innenstadt: Menschen suchen Kühlung vor extremer Hitze
Die Seniorenvertretung – Innenstadt befasste sich auf ihrer jüngsten Sitzung intensiv mit der aktuellen Situation in Köln in der sommerlichen Hitze. Viele ältere, kranke und hilfsbedürftige Menschen, aber auch Eltern mit Kindern sind durch die aktuellen extremen Wetterperioden mit sehr hohen Temperaturen großen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Die in der Presse veröffentlichte Schätzung von einer Übersterblichkeit von Hunderten von Menschen allein in Köln, spricht für sich.
Die SV Innenstadt hat sich mit diesem Thema schon seit mehren Jahren intensiv beschäftigt und zu diesem Problem schon im Jahr 2022 eine Sondersitzung der Bezirksvertretung Innenstadt veranlasst.

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Sie hat zusammen mit den Seniorennetzwerken der Innenstadt, der Katholischen Hochschule und der Technischen Hochschule Köln mit Unterstützung der Stadt sog. Hitzespickzettel entwickelt. Diese weisen auf Schattenplätze, Trinkstellen, Bänke etc. hin. Die Seniorenvertretung hat aber immer wieder auch darauf hingewiesen, dass dies nur punktuelle Aktivitäten sein können. Gerade die Innenstadt von Köln, in der es ca. 3 bis 4 Grad Celsius wärmer ist als in anderen Stadtteilen, ist von der sommerlichen Hitze besonders betroffen. Hier setzt die SV- Innenstadt an und fragt die Stadt Köln: Was ist konkret in den letzten 3 bis 4 Jahren umgesetzt worden? Wo kann man Verbesserungen erkennen? Welche konkreten Maßnahmen sind für die nächsten 12 Monate geplant?
Konkret fordert die SV-Innenstadt nicht nur die Stadt Köln, sondern auch andere Akteure in der Innenstadt auf, kurzfristig aktiv zu werden, das bedeutet:
- Öffnet die Museen (mindestens die Eingangsbereiche)
- Öffnet die Kirchen und sakralen Räume in der Innenstadt (auch der Dom sollte während des Sommers bei diesen Extremtemperaturen nicht nur ein Museum sein, sondern ein Raum für Kühlung suchende Menschen – dies dürfte ein christliches Gebot sein, einige Bistümer in Deutschland haben dazu schon aufgerufen)
- Öffnet die Sparkassen-Kundenzentren
- Öffnet die Kundenzentren und Bezirksrathäuser in den Wartehallen und sorgt für Kühlung
- Setzt an den öffentlichen Plätzen der Innenstadt sog. Beregnungs-Hot-Spots ein
- Öffnet die Museen und andere öffentliche Räume in den Abendstunden
- Unterstützt die Senioreneinrichtungen (aber auch die Schulen und Kitas) bei der Anschaffung von Klimaanlagen
- Installatiert einfache Hinweisschilder zu „Schutzräumen“.
Alles dies sind Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden können und schnell und wirksam greifen. Die SV-Innenstadt fordert „ein Toter durch Hitze ist zu viel, Hunderte Tote sind ein Skandal. Unsere Forderungen sind Minimalforderungen, die schnell helfen können. Daneben bleibt die strukturelle Aufgabe, die Innenstadt gegen die auch in Zukunft zu erwartende Hitzewellen resilient zu machen. Studien und lange Diskussionen gibt es schon zuhauf. Hier sind jetzt der Oberbürgermeister und die Verwaltung gefordert, die Bürger der Stadt Köln zu schützen. Die Politik muss endlich Farbe bekennen und die Prioritäten richtig setzen.
Köln, den 13. Jul. 2026
Seniorenvertretung Köln – Innenstadt.




